Wichtige Infos rund um die Adoption

Wir vermitteln unsere Hunde nach persönlichem Gespräch, einem Besuch bei Ihnen daheim (die sog. Vorkontrolle), nach Unterzeichnung eines Adoptionsvertrags und gegen eine Schutzgebühr.

Finden Sie untenstehende einige hilfreiche Informationen rund um das Thema Adoption - welcher Windhund passt zu mir? Was erwartet mich in den ersten Tagen? Wie mache ich meinem Windhund die Eingewöhnung etwas einfacher? Und vieles mehr! 

 

Doppelsicherung eines Galgos oder Greyhounds
 
Zieht ein Greyhound oder Galgo neu ein, ist das Thema Sicherheit besonders zu beherzigen. Die Windhunde sind oft scheu, manchmal ängstlich und wir wissen nicht genau, was sie alles erleben mussten. Daher ist es unsere eindringliche Bitte: Sichern Sie ihren Windhund doppelt, besser sogar dreifach!
 
Die Sicherung ist gar nicht schwer und geht schon nach kurzer Zeit in Fleisch und Blut über. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten und Varianten mit Kombinationen aus Halsbändern, Leinen und Sicherheitsgeschirren. Lesen Sie zudem auch hilfreiche Einzelheiten zur Sicherung Ihres Windhundes im Auto und im Haus. 
 
 
Sicherung
Wichtige Infos zur Ankunft/Abholung eines Hundes

Sie haben sich dazu entschieden, einen Greyhound oder Galgo bei sich in der Familie aufzunehmen oder planen eine Adoption? Dann lesen Sie sich bitte die folgenden Details zur Abholung Ihres Hundes durch.

Korrekte Sicherung bei Abholung eines Hundes

  • Bitte bringen Sie bei der Abholung Ihres Hundes ein Halsband und im besten Fall zwei Leinen mit Karabinern mit.
  • Die Hunde bekommen bei Ankunft ein Sicherheitsgeschirr und ein passendes Halsband zur Doppelsicherung. Bitte verwenden Sie diese Kombination unbedingt mindestens in den ersten 12 Wochen.
  • Die Handschlaufe einer Leine immer um das Handgelenk wickeln, damit sie nicht aus der Hand rutschen kann.
  • Im Zweifel die Leine am Körper sichern, bspw. mit einem Jogging-/Bauchgurt
  • Bitte keine Flexileinen verwenden! Damit sind schon so viele Hunde weggelaufen und nicht mehr zurückgekommen.


Doppel- und Dreifachsicherung
Quelle: ProTierschutz

Warum ist das wichtig?

  • Die meisten Hunde sind gestresst und verwirrt durch den langen Transport, denn sie verstehen nicht, was mit ihnen geschieht.
  • In den ersten Tagen ist die Gefahr, dass ein Hund wegläuft am größten.
  • Ein aus der Tötungsstation oder Shelter kommender Hund, der weggelaufen ist, kann nur mit professioneller Hilfe wieder eingefangen werden.
  • Bitte seien Sie achtsam und nehmen nichts auf die leichte Schulter. Die Hunde kennen Sie und die fremde Sprache nicht.
  • Keiner der Hunde wird sich nach wenigen Stunden oder paar Tagen an sein neues Leben gewöhnt haben. Lassen Sie ihm einfach Zeit, anzukommen und das Erlebte zu verdauen. Der Hund wird es danken mit Liebe und Vertrauen.

 

Die ersten gemeinsamen Tage

Helfen Sie Ihrem Greyhound oder Galgo, sich schnell bei Ihnen einzuleben und sich in die Familie zu integrieren. 

Allgemein

  • Gestalten Sie die ersten gemeinsamen Tage so ruhig wie möglich.
  • Seien Sie achtsam und nehmen Sie die Adoption nicht auf die leichte Schulter. Die Hunde kennen Sie und die fremde Sprache nicht.
  • Geben Sie dem Hund Zeit, sich an sein neues Leben zu gewöhnen und anzukommen und das Erlebte zu verarbeiten.
  • Ihr Windhund wird viel schlafen - gönnen Sie ihm die Ruhe. 

Spaziergänge

  • Unternehmen Sie kleine Spaziergänge und nehmen Sie anfangs immer ähnliche Routen, damit Ihr Windhund nicht überfordert wird.
  • Sichern Sie Ihren Windhund immer doppelt oder dreifach - hier finden Sie dazu die Details >
  • Leinen Sie Ihren Windhund nicht ab! Sie sind oftmals ausgebildete Jäger und sichten Wild oder andere Beute häufig viel schneller, als wir Menschen es tun. 

Haus und Garten

  • Auch auf Ihrem Grundstück - im Haus und/oder im Garten - sollte ihr Windhund mindestens mit einem Halsband ausgestattet sein. So können Sie ihn festhalten, sofern das notwendig ist. 
  • Ihr Windhund hat kurzes Fell - ohne Halsband oder Geschirr ist er kaum zu greifen!
  • Soll ihr Windhund im Garten frei laufen, sichern Sie Ihren Garten bitte mit einem entsprechend hohen Zaun.
  • Machen Sie Ihren Hund in Ruhe mit Ihrem Zaun bekannt, damit er die Grenzen des Gartens kennenlernt. Gerade wenn die Hunde schnell losflitzen, ist es unbedingt wichtig, dass sie den Verlauf des Zauns vorab kenngelernt haben.

Besuche und Autofahren

  • Bitte vermeiden Sie Besuche in den ersten Tagen nach der Ankunft. Der Windhund lernt Ihre Familie und Freunde noch früh genug kennen :) 
  • Sichern Sie Ihren Windhund unbedingt auch im Auto, damit er nicht ungewollt heraushüpfen oder bei einem Unfall entwischen kann. Details dazu finden Sie hier >

 

Bitte melden Sie sich bei Problemen sofort! Wir sind für alle Fragen verfügbar und stehen mit Rat und Tat zur Seite.

Wir wünschen viel Freude mit dem neuen Familienmitglied!

Das GPI-Team

Sicher vorbeugen - Geruchsartikel anfertigen

Manchmal geht es schneller, als man denkt - trotz Sicherung entwischt der Hund.

Um auch dieser furchtbaren Situation bestmöglich gewachsen zu sein, hat die ManTrailer Rettungshundestaffel & Tiersuche e.V. eine Anleitung bereitgestellt, um einen Geruchsartikel sauber und sicher für jedes im Haus lebende Tier zu erstellen. Gerade, wenn man ein ängstliches oder fluchtbereites Tier in die Familie aufnimmt, ist es mehr als empfehlenswert, eine Geruchsprobe frühzeitig anzulegen. 

Die Utensilien dafür hat man meist direkt zu Hause vorrätig, sodass man gleich damit loslegen kann. 

Hier geht es zur Anleitung für die Erstellung der Geruchsartikel: 

Geruchsartikel anfertigen

Weitere Informationen zum Mantrailing und wichtige Schritte, wenn das Tier entlaufen ist, gibt es direkt hier.

Bei der Vermittlung unserer Hunde können wir für die Tiere keinerlei Garantien übernehmen
  • Wir geben die Hunde nach bestem Wissen und Gewissen ab.
  • Im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten lassen wir sie von Tierärzten untersuchen und behandeln.
  • Es wird ein mediterranes Blutbild, je nach Herkunft (Nordspanien, Südspanien, etc), der Hunde erstellt.

Bei unklaren oder schlechten Ergebnissen werden weitere Untersuchungen durchgeführt.

  • Im Verdachtsmoment wird eine Ultraschallaufnahme des Herzens gemacht.
  • Die Zähne werden entsprechend der Maßgabe der Tierärzte saniert(Zahnstein entfernen, Zähne ziehen, Füllungen einbringen, etc).
  • Im Bedarfsfall werden Röntgenaufnahmen der einzelnen Organe oder Extremitäten gemacht.

Dies alles finanzieren wir aus Spendengeldern. Daraus resultierend werden wir nie so viele Hunde in Pflege nehmen können, wie die meisten anderen Vereine, auch wenn sich die Interessenten mehr „Auswahl“ wünschen.

Wir stehen unseren Adoptionseltern immer bei, wenn sie wegen etwaiger Tierarztkosten, die durch einen unserer Hunde verursacht wurden, in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Gemeinsam haben wir bisher immer eine Lösung gefunden und ihnen mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Auch wenn viele Menschen speziell diese unsere Bemühungen als selbstverständlich ansehen, kaum ein anderer Tierschutzverein oder gar Züchter engagiert sich über die Vermittlung hinaus so intensiv wie wir.

In diesem Zusammenhang bitten wir aber auch zu verstehen, dass wir alle für GPI ehrenamtlich arbeiten und ab und an einer bezahlten Arbeit nachgehen müssen. Falls Sie uns also nicht auf Anhieb telefonisch oder per Mail erreichen, bedeutet das nicht, dass wir gerade feiern, weil wir jetzt endlich den Hund an Sie „losgeworden“ sind ;o)))

Bedenken Sie bitte, dass Sie von uns einen Hund bekommen haben, der eine Vergangenheit hat. Wir „verkaufen Ihnen kein „Mängelexemplar“, sondern wir vertrauen ein Lebewesen Ihrer Obhut an, an dessen Weiterentwicklung wir sehr interessiert sind.

Bei all unseren Bemühungen, Vorbereitungen und Untersuchungen erkennen auch wir manchmal nur augenscheinliche Erkrankungen.

Vor kurzem sagte uns ein Biologe:“ Ein Blutbild ist kein Blutbild, eine ärztliche Meinung ist keine Meinung!“ Deshalb ist es ratsam, bei Unklarheiten eine zweite ärztliche Meinung einzuholen.

Ist der Hund z. B. bei seiner Untersuchung etwa gestresst und aufgeregt, so verfälschen diese Umstände manchmal schon das Untersuchungsergebnis. Und auch der „beste“ Tierarzt kann anhand seiner Untersuchungen unzutreffende Diagnosen stellen.

Hierzu noch ein Beispiel:

Ein Tierarzt soll bei der Untersuchung das Gesamtbild eines Hundes, in unserem Fall eines Windhundes, beurteilen. Wir, die wir uns seit Jahren mit Windhunden beschäftigen wissen, ein typisches Anzeichen von Stress ist beim Windhund eine starke Schuppenbildung. Bei der Untersuchung eines unserer Hunde deutete die Tierärztin die Schuppenbildung als unzureichend gepflegtes Haarkleid.

Wir tun unser Möglichstes, um Ihrem Hund, aber auch Ihnen selbst die Sicherheit zu geben, dass alles getan wurde, um Ihnen beiden den besten Start in ein gemeinsames Leben zu ermöglichen. Hierzu ist aber von beiden Seiten auch ein ausreichender Informationsaustausch nötig. Wir möchten sehr gerne den weiteren Kontakt zu Ihnen und Ihrem neuen Tier, auch nach der Vermittlung, halten. Nur so können wir Ihnen bei eventuell auftretenden Problemen helfen.

Wir weisen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass die von uns gestellten Hilfeleistungen, wie Verhaltens - oder Gesundheitsberatung, Ergebnisse unserer langjährigen Erfahrungen sind. Sie sind auf keinen Fall Ersatz für die Konsultation eines Tierarztes oder eines Verhaltenstherapeuten. Bitte gehen Sie mit dem nötigen „gesunden Menschenverstand“ vor! Beobachten Sie Ihr Tier sehr genau. Es kann durchaus sein, dass Ihr Hund versucht Unwohlsein, Stress oder Schmerz vor Ihnen zu verbergen, da dies im neuen „Rudel“, also bei Ihnen zu Hause, Schwäche bedeuten würde.

Überspitzt formuliert würden wir sagen: Ein Hund, der seit 3 Tagen an Durchfällen leidet, benötigt nicht unsere Hilfe, sondern die eines Tierarztes.

Bei der Tierarztwahl können wir Ihnen gerne Hilfestellung geben, vor allem bei speziellen Erfordernissen wie z.B. Mittelmeerkrankheiten. Es ist leider so, dass sich viele Tierärzte nicht oder nur unzureichend mit den, auch medizinischen, Besonderheiten von Windhunden auskennen. Wir möchten verhindern, dass Diagnosen aufgrund fehlerhafter Interpretationen der Untersuchungsergebnisse gestellt werden.

Vorkontrolle

Wenn Sie uns auf der Pflegestelle besucht und sich für ein bestimmtes Tier zur Adoption entschieden haben, dann werden wir gerne mit Ihnen einen Termin zu einer Vorkontrolle vereinbaren.

Bei diesem Termin können evtl. noch offen stehende Fragen durch unsere Mitarbeiter gemeinsam mit Ihnen besprochen werden.

Eine "Besichtigung" des zukünftigen Zuhauses unserer Tiere ist für uns eine dringende Notwendigkeit, denn viele unserer Hunde haben in ihrem Leben schon sehr viel mitgemacht. Durch eine ausführliche Beratung und basierend auf den Eindrücken, die wir in Ihrer Wohnumgebung gewonnen haben, möchten wir uns ein möglichst hohen Maß an Einsicht und Sicherheit verschaffen, so dass unsere Hunde nur noch dieses eine Mal umziehen und nicht zu so genannten Rückläufern werden.

Wir bitten Sie um Ihr Verständnis, dass wir auch eine Schutzgebühr verlangen. Sie versteht sich zur Deckung der Kosten, die dem Verein vor Ort für Tierarztkosten, sprich: Untersuchungen, Impfungen Kastrationen, Wurmkuren, aber auch für Futter etc. entstanden sind.

Sollten Sie das Tier zurückgeben wollen oder müssen, wird diese Gebühr keinesfalls ersetzt.

Wenn wir, nachdem wir Sie kennen lernen durften, der Ansicht sind, dass Sie und unser Tier zusammenpassen könnten, dann werden wir mit Ihnen einen Termin zur Adoption des Hundes vereinbaren.

Lassen Sie uns aber bitte die Zeit, alles was noch ansteht, etwa Tierarztbesuche, in Ruhe mit dem Hund zu erledigen.

Adoptionsvertrag

Adoptionsvertrag

Hier finden Sie den Übernahmevertrag

Schutzgebühr

Von steigenden Kosten bleibt leider auch der Tierschutz nicht verschont. Damit die Vereine und Partner vor Ort in Spanien und Irland ihre Kosten einigermaßen decken können, erhöhen auch wir unsere Schutzgebühr für die Adoption ab dem 01. Juni 2021 auf 380,- Euro.

Diese zusätzlichen Kosten müssen wir leider auf die Schutzgebühr umlegen, um weiterhin einigermaßen Kostendeckend arbeiten zu können. Weiter unten finden Sie eine exemplarische Auflistung aller Kosten, die bis zur Vermittlung anfallen.

An dieser Stelle noch einmal der Hinweis:

Die Schutzgebühr ist kein Kaufpreis und auch keine Spende. Es handelt sich dabei um die reine Erstattung der bisher angefallenen Kosten! 

Von der gezahlten Schutzgebühr gehen pro Hund zwischen 230 und 250 Euro an die spanischen bzw. irischen Tierheime, um die Kosten, die der Hund dort verursacht hat, weitestgehend zu decken. 

Der Rest der Schutzgebühr wird für den Transportkostenanteil genutzt, den wir für den Transport nach Deutschland pro Hund zahlen müssen. GPI zahlt hier pro Hund im Durchschnitt 150,- für den Transport.

Von der Schutzgebühr bleibt nichts für den Verein übrig. Jeder Pflegehund, der in Deutschland von uns vermittelt wird, verursacht allerdings weiterhin Kosten. Diese können nur durch Spenden gedeckt werden! Darunter fallen beispielsweise Tierarztbesuche für kleinere "Weh-Wehchen" oder auch für gravierendere Dinge, wie bspw. chirurgische Eingriffe. 

Mit seriöser Tierschutzarbeit verdient man kein Geld - und nur so sollte es auch sein.

Jeder Cent wird für unsere Arbeit für die Hunde genutzt. 

Nachfolgend finden Sie eine beispielhafte Aufführung der Kosten pro Hund vor Ort in Spanien bzw. Irland

  • Impfung: 20,-
  • 5-facher Mittelmeer-Check: 90,-
  • Sterilisation bzw. Kastration: 90,-
  • Chip: 15,-
  • Entwurmung etc: 15,-

In Summe: 230,- im Tierheim vor Ort

Zusätzlich hinzu kommen die Transportkosten in Höhe von 150 Euro, die GPI vollständig übernimmt. Bei größeren Baustellen kommen weitere Kosten auf uns zu. Eine Herzwurmbehandlung kostet bspw. in Spanien ca. 200 Euro. Darüber hinaus kommen die Galgos bzw. Greyhounds oftmals schwer verletzt in die Obhut unserer Partner vor Ort in den Ländern. Auch diese Verletzungen müssen dringend behandelt werden. 

Greyhound Protection möchte KEINE Massenvermittlung

Für uns ist die Suche nach der absolut passenden "Sofaecke" ein unabdingbares MUSS.

Deshalb praktizieren wir Tierschutz wie folgt:

  • Bis auf sehr wenige Ausnahmen kommen alle Hunde zuerst auf unsere Pflegestelle in Willich.
  • Ein Tierarzt untersucht sie hier in Deutschland. Die Untersuchungsergebnisse werden den zukünftigen Besitzern mitgegeben.
  • Die Untersuchungen auf Mittelmeerkrankheiten werden in Deutschland von einem Veterinär wiederholt. Der Laborbefund wird selbstverständlich ausgehändigt.
  • Wir geben keine unkastrierten Hunde ab. Sollte eine Kastration erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich sein, wird dies im Übernahmevertrag festgehalten. Selbstverständlich übernimmt GPI die Kosten für die Operation.
  • Sollten andere Operationen notwendig sein, etwa Augenoperationen, Amputationen etc, werden sie vor der Vermittlung der Hundes durchgeführt. Entweder werden die Operationen noch in Spanien durchgeführt, - unsere Partner Tierheime in Spanien ist dies selbstverständlich, da sie nur Tier abgeben, die alle notwendige und erdenkliche Hilfe bereits bekommen haben - oder unser Verein übernimmt die Operationskosten in Deutschland.
  • Über jedes in unserer Pflegestelle lebende Tier können wir Ihnen genaue Auskunft geben und Sie individuell beraten. Galgo ist nicht gleich Galgo, dies gilt natürlich auch für die Greyhounds, und wir vermitteln keine "Überraschungstiere".
  • Jeder von uns vermittelte Hund kann an uns zurückgegeben werden - egal aus welchen Gründen. Keiner unserer Schützlinge kommt in ein Heim oder in ein "Notquartier".
  • Beratung vor und nach der Vermittlung ist für uns eine Selbstverständlichkeit, der wir gerne nachkommen.

So sieht für uns praktizierter Tierschutz aus!

Wir sind stolz darauf fast keine "Rückkehrer" zu haben.

Ihr Greyhound Protection Team

Trennungsangst

Sie tritt bei Hunden auf,

  • die entweder eine besonders starke Bindung zu ihren Besitzern haben
    (die Hunde sind bemüht, ständig in der Nähe ihrer Menschen zu sein und laufen überall
    mit hin).
  • bei denen eventuell eine traumatische Situation während des Alleinseins aufgetreten ist, oder die
    allein gelassen oder ausgesetzt wurden.
  • die niemals gelernt haben, alleine zu bleiben.

Für diese Hunde bedeutet Alleinsein STRESS, der sich in körperlichen Symptomen äußern kann, wie:

  • Herzrasen,
  • vermehrter Speichelfluss,
  • unkontrollierter Kot- und Harnabsatz,
  • Erbrechen,
  • Zittern am ganzen Körper u.a.
  • Wenn der pychische Stress zu stark ist, versucht der Körper Wege zu finden, diesen Druck durch bestimmte Stress abbauende Verhaltensweisen zu vermindern.

Dazu dienen verschiedene Strategien wie

  • das Zerbeißen v. Gegenständen (oft solche, die mit dem Geruch des Besitzers behaftet sind)
  • das Kratzen und Beißen an der Haustür / an Fenstern
  • der Kontrollverlust über die Schließmuskel,
  • lang andauerndes Bellen, Weinen oder Winseln.

Machen Sie sich frei von menschlichen Wertvorstellungen!

Der Hund bellt nicht, weil er „protestiert“ und seine Menschen nur für sich haben will; er zerstört Dinge nicht, weil er sich „rächen“ will („Rache“ gibt es im Verhaltensrepertoire von Hunden überhaupt nicht).

Machen Sie nicht den Fehler, Ihren Hund für sein Fehlverhalten zu strafen!

Für einen Hund, der unter „Trennungsangst“ leidet, ist STRAFE niemals eine geeignete Therapie-Maßnahme. Stattdessen schüren Strafen zusätzliche Angst, etwa vor Ihrer Wiederkehr. In dieser Situation zeigt der Hund das Unterwürfigkeitsverhalten, weil er an Stress leidet, mit Stress abbauendes Verhalten reagiert, der Besitzer bei seiner Rückkehr wütend wird( der Hund hat ja etwas angestellt) und er immer bestraft wurde, vermeintlich weil der Besitzer sein verhalten interpretiert als; „Er weiß ganz genau, was er gemacht hat“.

Ziel sollte es sein, das Hundeverhalten dahingehend zu verändern,
dass beim Alleinsein kein Stress-Zustand mehr auftritt!

  • 1. Im Haus sollte öfters eine kurze Trennungssituation geschaffen werden. Verlassen Sie das Zimmer, in dem Sie sich gemeinsam mit dem Hund befinden, alleine. Gehen Sie evtl. in den Keller zum Wäsche aufhängen, leeren Sie den Briefkasten, oder suchen Sie die Toilette auf. Die Türen müssen Sie, wie erwähnt, hinter sich schließen.
  • 2. Sind Sie mit dem Hund in einem Zimmer, sollten Sie zu ihm eine zunehmende räumliche Distanz aufbauen. Dies lässt sich mit einer Hinlegen- (Platz/Bleib) Übung trainieren. Diese Kommandos sollten natürlich vorher sicher trainiert werden. Bleibt der Hund in einer gewissen Entfernung liegen, loben Sie ihn (dazu gehen Sie zu ihm hin und belohnen ihn mit tollen Leckerchen). Bitte loben Sie ihn nicht, wenn er zwischendurch aufsteht und versucht, zu Ihnen zu kommen.
    Nach und nach sollte sowohl die Entfernung, als auch die Zeitspanne des Liegens verlängert werden. Dazu empfiehlt es sich, die Schlafdecke des Hundes zu benutzen, da er hiermit Entspannungssituationen verknüpft.
  • 3. Der Hund darf Ihr KOMMEN und GEHEN nicht zu aufregend finden:

Weggehen:
Hier müssen bestimmte Abschieds-Signale "entkoppelt" werden, die sonst unbe-
merkt zur Entwicklung einer Stressreaktion beigetragen haben,

Zuerst sollten kurze Trainings-Einheiten geübt werden, in denen der Hund möglichst die Platz-
Bleib-Übung ausführt:

1. kurz weggehen,
2. wiederkommen, bevor der Hund Stress bekommt
Man entkoppelt das Signal "Haustür", diese Zeitspanne langsam steigern.

  • Den Schlüssel des Öfteren nebenbei in die Hand nehmen und nach kurzer Zeit wieder hinlegen,ohne jedoch wegzugehen.
    Man entkoppelt das Signal "Schlüssel".
  • Jacke und/oder Schuhe anziehen, ohne wegzugehen.
    Man entkoppelt das Signal "Anziehen".
  • Beim wirklichen Weggehen, die Schuhe und Jacke möglichst draußen anziehen, evtl. über
    eine Kellertür aus dem Haus gehen.
  • Abschiedszeremonien wie z.B. "und schön artig sein...........", in einem mitleidigen Ton,
    verbunden mit Streicheln ganz und gar weglassen (Hunde untereinander kennen KEINE
    Abschiedsszenen)!!!
  • Vor dem Alleinlassen, sollte der Hund genügend Bewegung gehabt haben und müde sein.
    Jedoch sollte zwischen dem letzten Spaziergang und dem Weggehen ein ausreichender
    zeitlicher Abstand von mindestens 30 Minuten liegen.
  • Ca. 30 Min. vor dem Weggehen, sollte der Hund nicht mehr so stark beachtet werden.
  • Besondere "Gemütlichkeits-Rituale", wie Fernseher oder Musik, die Sie sonst zusammen mit dem
    Hund genießen, nutzen. Dies bedeutet, den Fernseher und die Musik laufen lassen, sobald Sie
    das Haus verlassen.

Sie kommen nach Hause:

Sie sollten den Hund nicht zu stürmisch begrüßen (Anspringen ignorieren, d.h. drehen Sie sich bitte weg, oder verschränken Sie die Arme, sagen Sie nichts, schauen Sie weg, bis Ihr Hund sich beruhigt hat. Dann sagen Sie evtl. Sitz/Platz und loben ihn.

Ihre Heimkehr sollte etwas ganz Normales sein und keine „ERLÖSUNG“, warten Sie deshalb auch mit der Gassi-Runde noch einige Zeit (15-30 Min.)!

Bei starkem Zerstörungs-Verhalten kann die Benutzung einer Therapiebox in der Anfangsphase von großem Nutzen sein. Diese hat den Vorteil, dass der Hund ein Gefühl von Geborgenheit erleben kann, sozusagen eine Höhle zum Rückzug geboten bekommt.

Auf jeden Fall muss der Hund eine positive Verknüpfung mit der Box aufbauen können. Zuerst wird er täglich darin gefüttert, es wird mit ihm darin gespielt, Lieblingsdecke und Lieblingsspielzeug kommen hinein; dies alles erfolgt unbedingt bei geöffneter Box-Tür.

Wenn er ohne zu zögern hineingeht, sollte er die Platz-Bleib-Übung darin ausführen und viel Lob dafür ernten. Dies sollte anfangs noch bei geöffneter Tür, später dann mit geschlossener Tür geübt werden, bitte langsam von Sekunden auf Minuten steigern.

Sollten Sie Ihren Hund nach genügend langer Gewöhnungszeit in der Box allein lassen, geben Sie ihm zur Beschäftigung / zum Abreagieren etwas zum Zerbeißen hinein (Kauknochen, Stock, Spielzeug).